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Japan - Flugreise ab Frankfurt | PREMIUM

Flugreise 14 Tage

Japan - Flugreise ab Frankfurt | PREMIUM

Eine außergewöhnliche Reise in einer Land zwischen Tradition & Zukunft

Japan, das „Land der aufgehenden Sonne“, entfaltet schon im Namen jene stille Poesie, die Reisende sofort in Bann zieht. Der aus mehr als sechstausend Inseln bestehende Archipel hat im Laufe der Jahrhunderte eine Kultur geformt, in der sich Schlichtheit und Raffinesse auf unvergleichliche Weise begegnen. Holztempel aus der Nara-Zeit, von Zypressenduft durchzogen, stehen nur ein paar Bahnstunden entfernt von Technologiemetropolen, deren Bahnhöfe täglich mehr Menschen zählen als manche europäische Hauptstadt. Anders als viele Nationen konnte Japan seine Traditionen über eine erstaunlich lange Zeitspanne nahezu bruchlos bewahren. Konfuzianische Höflichkeit bestimmt noch immer das Miteinander, die Ästhetik des Wabi-Sabi lehrt, im Vergänglichen das Schöne zu erkennen, und die Teezeremonie erinnert daran, dass in jedem Augenblick eine ganze Welt verborgen liegen kann.

Gleichzeitig prescht das Land an die Spitze technologischer Innovation – Shinkansen rauschen mit 320 km/h durch Tunnelgebirge, Roboter begrüßen Gäste in Hotel­lobbys, und Neonreklamen tauchen ganze Straßenzüge in futuristisches Licht. Kaum irgendwo weltweit verschmelzen Vergangenheit und Zukunft so nahtlos wie hier.

In einer kleinen Gruppe von max. 24 Teilnehmern, begleitet von einer deutschsprachigen Reiseleitung, erschließen Sie sich Japans vielgestaltige Seele. Sie lauschen der Stille in Zen-Gärten, erleben quirlige Großstadtviertel, fahren mit Hochgeschwindigkeitszügen und schlendern durch Dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Diese Reise ist weit mehr als eine Abfolge von Sehenswürdigkeiten; sie ist eine Einladung, die Schönheit des Gleichgewichts zu spüren und das eigene Verständnis von Moderne und Tradition neu zu justieren.

Inklusiv-Leistungen

  • Linienflüge mit Qatar Airways, Emirates oder gleichwertig: Frankfurt – Tokio / Osaka – Frankfurt in der Economy Class (Umsteigeverbindung)
  • Flugabhängige Steuern und Gebühren
  • Empfang am Flughafen und Betreuung durch eine lokale deutschsprechende Reiseleitung
  • Transfers bei Ankunft und Abreise in Japan
  • Rundreise im modernen, klimatisierten Reisebus laut Programm
  • 2 x Shinkansen-Fahrten (Okayama – Hiroshima – Okoyama) in reservierten Sitzplätzen
  • 11 x Übernachtung in sorgfältig ausgewählten Mittelklasse- bis gehobenen Hotels (landestypische 3–4*-Kategorie)
  • 2 x Übernachtung in Tokio
  • 1 x Übernachtung im Raum Fuji Hakone Nationalpark
  • 1 x Übernachtung in Matsumoto
  • 1 x Übernachtung in Takayama
  • 2 x Übernachtung in Kyoto
  • 2 x Übernachtung in Okoyama
  • 2 x Übernachtung in Osaka
  • Alle Zimmer mit eigenem Bad/Dusche und WC
  • 11 x Frühstück
  • 1 x Yakiniku-Mittagessen laut Programm
  • 1 x landestypisches Mittagessen laut Programm 
  • 1 x Abendessen in einer Izakaya, typischer japanischer Gaststätte
  • Ganztagesausflug Kamakura und Yokohama mit Besichtigungen von Kōtoku-in und Tsurugaoka-Hachimangū, Chinatown in Yokohama
  • Stadtbesichtigung in Tokio mit Meiji-Schrein, Asakusa und Shibuya-Kreuzung und Hachiko-Statue, Aussichtsplattform
  • Ashi See mit Hakone Schrein, Bootsfahrt auf dem Kawaguchi-See am Fuße des Fuji
  • Fahrt mit der Panoramaseilbahn auf über 1.000 m Höhe und Besuch der Aussichtsplattform
  • Eintritt zur Burg Matsumoto („Krähenburg“)
  • Spaziergang durch das historische Takayama (Sannomachi)
  • Besuch der malerischen Bergdörfer Shirakawa-gō und Gokayama (UNESCO)
  • Drei UNESCO-Welterbestätten in Kyoto: Ryōanji, Kinkakuji, Nijō-Burg
  • Kyoto: Nishiki-Markt , Fushimi-Inari-Schrein, Spaziergang durch das Geisha-Viertel Gion,
  • Eintritt zur Burg Okayama und Spaziergang durch den Kōraku-en-Garten
  • Besichtigung des Hiroshima Peace Memorial Park mit Genbaku-Dome (UNESCO)
  • Bootsfahrt zur Insel Miyajima mit Besuch des Itsukushima-Schreins (UNESCO)
  • Eintritt zur Burg Himeji (UNESCO)
  • Stadtrundgang Osaka inkl. Burg, Dōtonbori und Hozen-ji-Yokocho
  • Tagesausflug nach Nara mit Tōdai-ji, Kasuga-Schrein (UNESCO), Nara-Park und Naramachi
  • Abschiedsbootsfahrt auf dem Dōtonbori-Kanal (Aqua Liner)
  • Alle Eintrittsgelder laut Programmverlauf

wunschleistungen

  • Flughafentransfer ab/an Frankfurt - auf Anfrage

hotelleistungen

  • 11 x Übernachtung in sorgfältig ausgewählten Mittelklasse- bis gehobenen Hotels (landestypische 3–4*-Kategorie)
  • 2 x Übernachtung in Tokio
  • 1 x Übernachtung im Raum Fuji Hakone Nationalpark
  • 1 x Übernachtung in Matsumoto
  • 1 x Übernachtung in Takayama
  • 2 x Übernachtung in Kyoto
  • 2 x Übernachtung in Okoyama
  • 2 x Übernachtung in Osaka
  • Alle Zimmer mit eigenem Bad/Dusche und WC
  • 11 x Frühstück
  • 1 x Yakiniku-Mittagessen laut Programm
  • 1 x landestypisches Mittagessen laut Programm 
  • 1 x Abendessen in einer Izakaya, typischer japanischer Gaststätte

Besondere Hinweise

Die Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.

Programmänderungen, die der Optimierung des Ablaufs dienen, sind vorbehalten!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger:

Nach Japan ist es möglich mit dem Reisepass, dem vorläufigen Reisepass und dem Kinderreisepass einzureisen. Der Reisepass muss maschinenlesbar sein. Nicht möglich ist es mit dem Personalausweis, dem vorläufigen Personalausweis und einem Kinderreisepass mit Verlängerungs- oder Aktualisierungsetikett einzureisen. Das Reisedokument muss 1 Monat über die Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein. Es wird jedoch empfohlen, mit einem noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültigen Pass zu reisen, um Probleme bei der Ankunft zu vermeiden.

 

Einreisebestimmungen andere Nationalitäten:

Informationen zu Einreise- und Impfbestimmungen für Bürger anderer Staaten fordern Sie bitte vor Buchung bei Ihrer Buchungsstelle an. Hierzu ist die Angabe der Nationalität erforderlich.

Geänderte Stornobedingungen:

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Frölich-Reisen GmbH, die im aktuellen Katalog oder unter www.froelichreisen.de eingesehen werden können. Abweichend von Ziffer 5.2 AGB gilt für diese Reise folgende Stornostaffel:

95-30 Tage vor Abflug: 50% des Reisepreises    

29-15 Tage vor Abflug: 75% des Reisepreises

14-7 Tage vor Abflug: 85% des Reisepreises

7-0 Tage vor Abflug: 95% des Reisepreises

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Nur noch 9 Plätze frei
ID/Code: 3781946
ab 5.889 € p.P. Frühbucherrabatt bis 31.01.26 6.199 € -5%

Ihr Reiseprogramm

1. Tag: Flug nach Tokio

Eine komfortable Verbindung mit renommierten Airlines wie Qatar, Emirates oder gleichwertig bringt Sie von Frankfurt in das Land der aufgehenden Sonne. Der Zwischenstopp ist bei einem langen Flug wie diesem höchst Willkommen, um sich etwas die Beine zu vertreten.

Flugzeug fliegt über den Wolken bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang.

2. Tag: Willkommen in Tokio

Nach der Landung in Haneda oder Narita gleitet der Transferbus durch Tokios endloses Häusermeer – eine urbane Landschaft, die in der Edo-Zeit als „Hauptstadt des Ostens“ entstand und heute rund vierzig Millionen Menschen in der Metropolregion beherbergt. Am Ufer der Bucht ragen der Tokyo Skytree und kühne Brückenkonstruktionen in den Himmel, doch dazwischen ducken sich Shintō-Schreine, die älter sind als manches europäische Fürstentum. Im Hotel angekommen, bleibt je nach Ankunftszeit etwas Zeit, den Jetlag in Ruhe abzuschütteln oder bereits erste Schritte in ein Viertel zu wagen, das niemals wirklich schläft. Übernachtung in Tokio.

Stadtansicht von Tokio bei Sonnenuntergang mit vielen Gebäuden und belebter Kreuzung.

3. Tag: Kamakura und Yokohama – Ursprünge der Samurai‐Macht und das Tor zur Welt

Am Morgen führt die Küstenstraße in das rund fünfzig Kilometer entfernte Kamakura. Hier errichtete Minamoto no Yoritomo 1192 das erste Shōgunat und verlegte die Macht vom Kaiserhof in Kyoto hin zu einer Militärregierung. Der große Buddha des Kōtoku-in, inzwischen seit fast acht Jahrhunderten wind- und wetterfest unter freiem Himmel, symbolisiert jene Mischung aus innerer Stärke und Gelassenheit, die dem Zen-Buddhismus eigen ist. Ein kurzer Spaziergang weiter erhebt sich der Tsurugaoka-Hachimangū-Schrein, wichtigstes Heiligtum der Samurai, dessen Prozessionsallee noch heute von Hochzeiten bis Neujahrsgebeten belebt wird. Die Komachi-dōri, einst Versorgungsweg des Schreins, hat sich in eine lebhafte Flaniermeile verwandelt, wo Reiskräcker duften und Kunsthandwerker winzige Netsuke fertigen. Mit dem Bus erreichen  Sie wenig später Yokohama. Seit der Öffnung Japans 1859 entwickelte sich der einstige Fischerhafen zur ersten Drehscheibe westlicher Einflüsse. In den Backsteinlagern der „Red Brick Warehouses“ versammeln sich Designstudios, Jazzbars und Gourmetstände, während die riesige Chinatown das reiche chinesische Erbe hochhält – Lampions, Tempel und Garküchen erzählen von anderthalb Jahrhunderten Handel und Migration. Motomachi zeigt schließlich, wie elegant Meiji-Zeit und Gegenwart zusammenfinden: viktorianische Fassaden hinter Panoramafenstern voller Mode aus aller Welt. In Chinatown und auch in Motomachi haben Sie Zeit diese attraktiven Viertel auf eigene Faust zu erkunden.

Übernachtung in Tokio. (Frühstück)

Große Buddhastatue im Freien bei sonnigem Wetter, umgeben von Bäumen und Gebäuden.

4. Tag: Tokio – Kaiserliche Stille, popkulturelle Gegenwart und Reise in die Fuji-Berge

Der heutige Tag beginnt im Meiji-Schrein, einer grünen Oase im Herzen der Stadt. Ehrwürdige Torii führen in einen Wald aus über hunderttausend Bäumen, die Bürger aus dem ganzen Land 1920 stifteten. Die Ehrung des Kaiserpaares Meiji und Shōken war zugleich Symbol für den Weg Japans in die Moderne. Von hier geht es hinauf in die Lüfte: Das Rathaus im Bezirk Shinjuku stammt aus der Post-Bubble-Ära der 1990er-Jahre, doch sein Observatorium bietet bis heute mit einen der besten Ausblicke über die Stadt der Superlative – und an klaren Tagen wie eine Verheißung den Fuji am Horizont (aus organisatorischen Gründen kann auch eine andere Aussichtsplattform gewählt werden). Nach einem traditionellen Yakiniku-Mittagessen, tauchen Sie in das historische Asakusa ein. Der Sensō-ji, Tokios ältester buddhistischer Tempel, bewahrt ungeachtet der Kriegszerstörung ein Flair alter Pilgerfeste; Räucherwerk steigt auf, und der Donner des Kaminarimon will noch immer böse Geister fernhalten. Anschließend besuchen Sie die Shibuya-Kreuzung, auf der am Tag bis zu 300.000 Menschen die Straßenseite wechseln. Absoluter Weltrekord.  Hier bewundern Sie auch die Statue von Hachiko, dem treuen Hund, der jahrelang jeden Abend an der Station auf sein verstorbenes Herrchen gewartet hat. Am späten Nachmittag verlässt der Bus das Gewirr der Ringstraßen. Reisfelder leuchten, Bambushaine rauschen, andächtig heben sich Zedern in den Fuji-Hakone-Nationalpark. Die frische Bergluft kündet davon, dass das alte Japan noch immer ganz nah ist.

Übernachtung im Raum Fuji Hakone Nationalpark. (Frühstück und Mittagessen)

Tokyo Skyline mit dem Berg Fuji im Hintergrund an einem klaren Tag.

5. Tag: Der Fuji – Ästhetik eines Vulkans und Spiegelungen im Kawaguchi-See

In aller Frühe zeigt sich Fuji-san, Japans heiliger Berg, am häufigsten wolkenfrei – ein Moment der Stille und Erwartung, in dem sich Landschaft und Mythos berühren. Die Fahrt führt zunächst zum Ashi-See in Hakone, einem Gewässer vulkanischen Ursprungs, das vor der imposanten Kulisse des Fuji liegt. Am Seeufer erhebt sich das leuchtend rote Torii des Hakone-Schreins, dessen spiegelnde Silhouette auf dem Wasser eine symbolische Pforte zur geistigen Welt markiert. Eingebettet in eine waldreiche Umgebung und mystisch im Nebel verborgen, war dieser Ort seit jeher ein Ziel für Pilger und Dichter. Anschließend geht es weiter zum Kawaguchi-See, einem der „Fünf Fuji-Seen“, die wie natürliche Spiegel an den Hängen des Vulkans ruhen. Besonders bei klarer Sicht zeigt sich der Fuji hier von seiner ikonischsten Seite: als perfekter Kegel, dessen schneebedeckte Spitze sich in der Wasserfläche spiegelt – eine Szenerie, die auf unzähligen Farbholzschnitten, Schriftrollen und Fotografien verewigt wurde. Während einer Bootsfahrt eröffnen sich je nach Perspektive immer neue Ansichten des Berges – mal monumental, mal fast entrückt. Die Luft ist klar, der See still – eine meditative Erfahrung zwischen Naturbeobachtung und innerer Einkehr. Im Anschluss bringt Sie eine Panorama-Gondel auf einen der umliegenden Höhenzüge. Der Blick schweift über Wälder aus Rotkiefern, Bambusdickicht und herbstlich leuchtenden Ahorn. In diesen Bergen, so berichten Legenden, lebten einst asketische Mönche, die fernab der Welt im Schweigen meditierten, um sich der spirituellen Kraft des Vulkans zu nähern – dem „Herzen des Feuers“. Dass der Fuji 2013 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt wurde, verdankt er nicht nur seiner markanten Erscheinung, sondern vor allem seinem kulturellen Rang als heiliges Symbol, das seit Jahrhunderten Pilgerwege, Gedichte und Bilder inspiriert. Er steht – ähnlich wie der Ganges oder der Olymp – für die tiefe spirituelle Verbindung zwischen Landschaft und Identität. Nach diesem intensiven Naturerlebnis setzt sich die Reise fort: Der Bus verlässt die Region Fuji und folgt einer landschaftlich reizvollen Route entlang des Westhangs. Die Szenerie wechselt: Reisterrassen, kleine Weiler, plätschernde Gebirgsbäche und bewaldete Hänge begleiten die Fahrt. Schließlich erreichen Sie Matsumoto, eine Stadt am Fuße der japanischen Nordalpen, die sich im 16. Jahrhundert unter der Herrschaft des Ogasawara-Clans zu einem strategischen Zentrum der Provinz Shinano entwickelte. Der Ort bewahrt sich bis heute ein ruhiges, fast ländliches Flair – mit breiten Alleen, traditioneller Holzarchitektur und dem Klang der Berge im Hintergrund. 

Übernachtung in Matsumoto. (Frühstück)

Herbstlandschaft am Kawaguchiko-See mit Mt. Fuji und roten Ahornblättern.

6. Tag: Matsumoto – Die Krähenburg und Fahrt durch die Alpen nach Takayama

Vor den ersten Besuchern öffnet sich das Burgtor von Matsumoto-jō. Schwarze Holzverkleidung und weiße Mauerränder verleihen der Anlage ihr poetisches Beiwort „Krähenburg“. Sechs Stockwerke führen steil hinauf; schmale Schießscharten erinnern daran, dass Schönheit im feudalen Japan stets kriegerische Funktion hatte. Über Brücken, die im Frühling Kirschblüten und im Herbst Ahornrot spiegeln, geht es zurück zum Bus.

Die Route windet sich durch die japanischen Alpen, vorbei an Reisfeldern, Wasabi-Plantagen und klaren Flüssen. In Takayama angekommen, scheint die Uhr mehrere Jahrhunderte zurückgesprungen. Kaufmannshäuser mit dunklen Holzgiebeldächern, angekohlten Paneelen und weißen Gipsstreifen säumen enge Gassen, aus deren Brauereien süßlichherber Sake-Duft quillt. Am Abend klingt das Rauschen des Miyagawa-Flusses wie sanfte Hintergrundmusik zu den Lichtern hölzerner Laternen.

Übernachtung in Takayama. (Frühstück)

Rotes Brückengeländer mit traditioneller japanischer Burg im Hintergrund.

7. Tag: Takayama – Shirakawa-gō und Gokayama – Ankunft in Kyoto

Die frühere Provinzverwaltung, Takayama Jinya, verrät mit Tatami-Matten, Diensträumen und Gerichtshalle, wie eng Verwaltung und Alltag verzahnt waren. Beim anschließenden Bummel durch Sannomachi präsentieren sich Messerschmieden, Miso-Manufakturen und Wagyu-Grillstände; Kenner behaupten, dass das marmorierte Hida-Rind selbst Kobe Konkurrenz macht. Hier haben Sie am Vormittag Zeit, die hübschen, traditionellen Gassen zu erkunden und das schmackhafte Streetfood zu probieren. Am Mittag tauchen Sie ein in das Tal des Shōgawa. Die steilen Reetdächer der Gasshō-Zukuri-Häuser gleichen betenden Händen – gebaut, um schwere Schneelasten abzuwerfen. Shirakawa-gō und das abgelegenere Gokayama verkörpern ein Dorfleben, das Jahrhunderte unverändert blieb. Beide Dörfer sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. In einer historischen Scheune demonstrieren Dorfbewohner die Kunst der Washi-Papierherstellung, und wer die Augen schließt, meint, das rhythmische Schlagen der Reisbündel hören zu können.  Im warmen Abendlicht fährt der Bus weiter nach Kyoto, Kaiserstadt und Bewahrerin der höfischen Kultur.

Übernachtung in Kyoto. (Frühstück)

Japanisches Dorf in einem grünen Tal mit Bergen im Hintergrund

8. Tag: Kyoto – Zen-Gärten, Goldene Pavillons und das Geheimnis des Gion

Kyoto war über nahezu elf Jahrhunderte hinweg Sitz des japanischen Kaiserhofs und ist bis heute das kulturelle Herz des Landes. Die Stadt beherbergt insgesamt 17 UNESCO-Welterbestätten, von denen Sie heute mehrere der bedeutendsten besuchen – alle Teil der unter dem Titel Historic Monuments of Ancient Kyoto geschützten Kulturlandschaft. Am Vormittag steht der Ryōanji-Tempel auf dem Programm. Er ist berühmt für seinen weltbekannten Zen-Steingarten, ein Meisterwerk japanischer Gartengestaltung, das mit seiner minimalistischen Anordnung von Felsblöcken, Kies und Moos die Philosophie des Zen in konzentrierter Form zum Ausdruck bringt. Anschließend besuchen Sie den nur wenige Kilometer entfernten Goldenen Pavillon (Kinkakuji), einen vollständig mit Blattgold überzogenen Tempel aus dem 14. Jahrhundert, dessen Spiegelung im Kyōko-Teich zu den ikonischsten Bildmotiven Japans zählt. Am Nachmittag besichtigen Sie die imposante Nijō-Burg, die als einzige Burganlage Kyotos in die UNESCO-Liste aufgenommen wurde. Die ehemalige Residenz der Tokugawa-Shōgune beeindruckt mit prachtvoll bemalten Schiebetüren, detailreichen Holzschnitzereien und dem sogenannten Nachtigallenboden – einem bewusst knarrenden Holzboden, der als Frühwarnsystem gegen Eindringlinge diente. Es folgt der Besuch des weltberühmten Fushimi-Inari-Taisha, einem der meistfotografierten Orte Japans. Der Shintō-Schrein am Südhang des Inari-Berges ist durch seine Tausenden leuchtend roten Torii-Tore bekannt, die sich wie ein endloses Band durch den Bergwald winden – ein faszinierender Ort zwischen Volksfrömmigkeit und spiritueller Meditation. Zurück im Stadtzentrum unternehmen Sie einen Streifzug über den Nishiki-Markt, auch als „Kyotos Küche“ bekannt. Die überdachte Marktgasse, gesäumt von Feinkostläden, eingelegtem Gemüse, Süßwaren, Räucherwaren und kleinen Garküchen, bietet einen sinnlichen Einblick in die kulinarische Vielfalt der alten Kaiserstadt. Am späten Nachmittag erreichen Sie das historische Gion-Viertel, das bis heute Zentrum der Geisha-Kultur ist. Zwischen traditionellen Teehäusern, stillen Gassen und gedämpftem Laternenlicht spüren Sie den Zauber einer Welt, in der Zeit eine andere Bedeutung zu haben scheint. Gemeinsames Abendessen in einer Izakaya, einer beliebten japanischen Gaststube mit geselliger Atmosphäre und typischen Spezialitäten.

Übernachtung in Kyoto. (Frühstück & Abendessen)

Ein goldener Tempel in Japan am Wasser, umgeben von Bäumen und blauem Himmel.

9. Tag: Okayama – Schwarze Burg und einer der drei großen Gärten Japans

Die Weiterreise führt nach Westen in die historische Provinzhauptstadt Okayama, die über Jahrhunderte hinweg der einflussreiche Sitz des Ikeda-Clans war, eines Zweiges der Tokugawa-Verwandtschaft, der während der Edo-Zeit über die Region herrschte. Im Zentrum der Stadt erhebt sich die imposante Burg von Okayama, die aufgrund ihrer markanten, schwarz glänzenden Holzverkleidung den Beinamen „U-jō“ – „Krähenburg“ – trägt. Anders als viele mittelalterliche Burgen Japans diente sie nicht nur als Wehrbau, sondern auch als Symbol höfischer Macht und ästhetischer Raffinesse. Ihre heutige Rekonstruktion vermittelt ein lebendiges Bild der architektonischen Pracht des 16. Jahrhunderts. Unmittelbar gegenüber erstreckt sich mit dem Kōraku-en einer der drei berühmtesten Landschaftsgärten Japans, ein Meisterwerk der Gartenkunst aus der Edo-Zeit. Fürst Ikeda Tsunamasa ließ ihn im Jahr 1700 als Ort kontemplativer Muße und repräsentativer Repräsentation anlegen. Der Garten ist nach dem konfuzianischen Prinzip „Zuerst das Volk, dann die Freude“ benannt und verbindet auf kunstvolle Weise Teepavillons, gewundene Wege, weite Rasenflächen und sanfte Teiche mit symbolträchtigen Elementen wie einem Kranichgehege, das Glück und Langlebigkeit versinnbildlicht, sowie einem kleinen Wasserfall und einem Nachbau des Fuji-Berges. Die Anlage verkörpert den Inbegriff jener geistigen und ästhetischen Verfeinerung, die man noch heute mit der höfischen Kultur Japans verbindet.

Übernachtung in Okayama. (Frühstück)

Japanischer Garten mit Brücke und blühenden Bäumen im Frühling.

10. Tag: Hiroshima und Miyajima – Vom Mahnmal des Friedens zur Insel der Götter

Ein weiterer Höhepunkt dieser faszinierenden Reise ist der heutige Tag – mit fast lautloser Eleganz gleitet der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen durch die westjapanische Landschaft. Kaum mehr als dreißig Minuten dauert die Fahrt von Okayama nach Hiroshima – eine technische Meisterleistung, die in starkem Kontrast zu jener historischen Zäsur steht, für die der Zielort weltweit bekannt wurde. Hiroshima, am 6. August 1945 durch den Abwurf der ersten Atombombe der Geschichte nahezu vollständig zerstört, hat sich nicht in Selbstmitleid oder Verbitterung zurückgezogen, sondern eine beispielhafte Entwicklung hin zum Symbol des Friedens und der Versöhnung genommen. Als bleibendes Mahnmal entstand der Hiroshima Peace Memorial Park, der heute als ein Ort der stillen Reflexion Besucher aus aller Welt empfängt. Im Zentrum der Anlage steht der Genbaku-Dome, der sogenannte Atombombendom, ein verkohltes Überbleibsel der ehemaligen Industrie- und Handelskammer, welches die Druckwelle der Explosion auf erstaunliche Weise überstand. Die eindringliche Ruine wurde 1996 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt – als einzigartiges Zeugnis der zerstörerischen Macht von Atomwaffen und als universelles Symbol für Frieden. Unweit davon erinnert das Kinderfriedensdenkmal mit Tausenden farbenfroher Origami-Kraniche an das Schicksal der jungen Sadako Sasaki, deren Hoffnung, mit dem Falten von tausend Kranichen den Tod zu überwinden, weltweit zu einem Symbol der Antiatombewegung wurde. Oft gefragt, aber ebenso oft falsch eingeschätzt: Hiroshima ist heute nicht radioaktiv kontaminiert. Aufgrund der Luftdetonation der Bombe in über 600 Metern Höhe misst man hier Strahlungswerte, die teils unter jenen europäischer Großstädte wie Paris oder Berlin liegen – ein weiterer Beweis für die Resilienz dieser Stadt und ihrer Menschen. Am späten Vormittag setzen Sie mit dem Boot über zur benachbarten Insel Miyajima – jener sagenumwobenen „Götterinsel“, die schon seit dem 6. Jahrhundert als heiliger Ort des Shintō verehrt wird. Um ihre spirituelle Reinheit zu bewahren, war es über viele Jahrhunderte hinweg verboten, auf der Insel zu gebären oder zu sterben. Bis heute scheint Miyajima vom Rhythmus einer anderen Welt erfüllt zu sein: stille Pfade schlängeln sich durch dichte Ahorn- und Zedernwälder, zahme Sikahirsche – in der Mythologie als göttliche Boten verehrt – durchstreifen das Gelände in friedlicher Selbstverständlichkeit. Der wohl ikonischste Anblick offenbart sich jedoch, sobald das gewaltige, leuchtend rote Torii des Itsukushima-Schreins aus dem Wasser aufragt. Bei Flut scheint das Tor schwerelos auf den Gezeiten zu schweben – eine visuelle Allegorie auf die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits. Der Schrein selbst, ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe, wurde im 12. Jahrhundert errichtet und scheint mit seinen auf Stelzen gebauten Pavillons über dem Wasser zu schweben. In ihm manifestiert sich jene ästhetische Synthese von Natur und Spiritualität, wie sie für das klassische Japan charakteristisch ist. Wer von der fünfstöckigen Pagode auf die Bucht hinabblickt, ahnt, warum Miyajima seit dem 17. Jahrhundert zu den „drei schönsten Landschaften Japans“ gezählt wird – einer traditionellen Ästhetik-Kategorie, die Orte von außergewöhnlicher landschaftlicher Harmonie bezeichnet. Wenn am späten Nachmittag die Dächer der Tempel und Schreine in warmes Gold getaucht werden und das Licht sich über dem Momiji-dani-Tal verliert, entsteht jenes Bild vollkommener Zeitlosigkeit, das Besucher noch lange in sich tragen. Rückfahrt mit dem Shinkansen-Superexpresszug nach Okoyama. Übernachtung in Okoyama. (Frühstück)

Japanisches Torii-Tor im Wasser vor einer Gebirgskulisse bei Sonnenuntergang.

11. Tag: Himeji und Osaka – Weiße-Reiher-Burg und Neonpoesie

Am Morgen geht es mit dem Bus nach Himeji, wo eine der eindrucksvollsten Burgen Japans auf Sie wartet. Die Burg Himeji, seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe, gilt als Meisterwerk japanischer Festungsarchitektur. Ihre eleganten, schneeweißen Mauern haben ihr den Beinamen „Shirasagi-jō“ – „Burg des weißen Reihers“ – eingebracht. Der verschachtelte Grundriss mit seinen raffiniert angelegten Wegen sollte einst selbst geübte Angreifer verwirren. Bis heute fasziniert der Bau durch seine Wehrhaftigkeit, Ästhetik und historische Unversehrtheit – denn Himeji überstand sowohl Erdbeben als auch die Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs nahezu unbeschadet. Am Nachmittag erreichen Sie Osaka, heute eine moderne Metropole, deren Wurzeln tief in der Handelsgeschichte des Landes liegen. Bereits im 16. Jahrhundert florierte hier ein wichtiger Hafen, über den exotische Waren ins Land kamen. Symbol dieser Blüte ist die imposante Burg Osaka, die Sie heute besuchen. Einst Sitz von Toyotomi Hideyoshi, einem der einflussreichsten Feldherren Japans, lässt der heutige Nachbau die einstige Größe der Anlage erahnen und bietet weite Ausblicke über das Stadtpanorama. Ganz anders präsentiert sich das Altstadtviertel Namba, wo sich Tradition und urbanes Leben auf engstem Raum begegnen. In der Hozen-ji-Yokocho-Gasse spenden Besucher Wasser auf die moosbedeckte Fudō-Statue – ein stiller Ort voller Magie. Abends verwandelt sich die berühmte Dōtonbori-Straße in ein Meer aus Licht, Klang und kulinarischen Düften: überlebensgroße Leuchtreklamen, dampfende Garküchen mit Takoyaki, Jazzmusik und ausgelassene Stimmen erfüllen die Gassen – Osaka zeigt sich von seiner sinnlichsten Seite.

Übernachtung in Osaka. (Frühstück)

Japanische Burg umgeben von Gärten und blauem Himmel.

12. Tag: Nara – Wiege der japanischen Hochkultur

Der heutige Tag führt Sie in das nur rund 40 Kilometer südöstlich gelegene Nara – jene Stadt, die im 8. Jahrhundert unter dem Namen Heijō-kyō zur ersten ständigen Hauptstadt Japans erhoben wurde. Als Zentrum von Religion, Verwaltung und Kultur galt sie im frühen Mittelalter als leuchtendes Vorbild ostasiatischer Zivilisation. Bis heute birgt Nara einige der bedeutendsten Tempel und Kunstschätze des Landes – viele davon als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Historische Monumente von Alt-Nara“ geschützt. Der Weg führt zunächst zum Tōdai-ji, dessen Daibutsu-Halle mit dem 15 Meter hohen Bronzekoloss des Vairocana-Buddha zu den größten Holzgebäuden der Welt zählt. Räucherwerk, hölzerne Bögen und Gebetsmurmeln verleihen diesem Ort eine Aura zeitloser Andacht. Nur wenige Schritte entfernt öffnet sich der Kasuga-Taisha, der mit seinen Tausenden bronzenen und steinernen Laternen ein herausragendes Beispiel frühjapanischer Shintō-Architektur darstellt. Ein Spaziergang durch den Nara-Park, in dem zahme Sikahirsche frei zwischen Touristen und Tempeln umherstreifen, rundet das harmonische Stadtbild ab. Auf dem Rückweg bietet sich ein kurzer Halt im traditionellen Viertel Naramachi an, wo historische Kaufmannshäuser zur Einkehr, zum Bummeln oder Teetrinken einladen. Rückfahrt am Nachmittag.

Übernachtung in Osaka. (Frühstück)

Buddha-Statuen in einem Tempel mit roten Holzsäulen.

13. Tag: Osaka – Abschied zwischen Küche, Kanal und Souvenirs

Am Vormittag haben Sie Zeit, das ultramoderne Umeda Sky Building zu erklimmen oder in Shinsaibashi ein letztes Souvenir zu erwerben. Gemeinsam stoßen Sie dann bei einem traditionellen Kansai-Mittagessen an – vielleicht Okonomiyaki, jenes herzhafte Pfannkuchen-Gericht, das in Osaka zur Kunst erhoben wird. Eine Bootsfahrt auf dem Dōtonbori-Kanal beschließt das Abenteuer mit spiegelnden Neonfarben auf dem Wasser. Später bringt Sie der Transfer zum Flughafen Kansai, von wo der Nachtflug Richtung Heimat startet. (Frühstück und Mittagessen)

Frau in Kimono mit rotem Schirm auf Bambusweg.

14. Tag: Ankunft in Deutschland

Die Räucherschwaden von Sensō-ji, das Morgenlicht am Fuji und die Nachtlichter Osakas begleiten Sie als lebendige Erinnerung. Mit neuem Blick auf die Balance zwischen Vergangenheit und Zukunft erreichen Sie Deutschland – reich an Eindrücken, die noch lange nachwirken werden.

Flugzeug fliegt in den Sonnenuntergangshimmel.

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